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Tag der deutschen Vielheit

Ein Fest für alle. 

Wie wäre es, wenn wir am 3. Oktober ein Fest feiern? Ein Fest, offen, nachdenklich und voller Musik und Tanz aus ganz unterschiedlichen Kulturen.

Mit Gesprächen, bei Getränken und Gebäck.

Ein Fest gegen Vorurteile und Ängste. Ein Fest für alle. 
 

Lasst es uns versuchen! 

Der 3. Oktober erinnert an die deutsche Wiedervereinigung – und daran, dass Einheit nicht Gleichheit bedeutet. Die Mauer zwischen Ost und West ist 1989 gefallen. Andere Mauern bestehen bis heute: zwischen Ost und West, Nord und Süd, zwischen Menschen, die sich fremd bleiben. Mauern aus Unkenntnis, Desinteresse und Angst. Und neue Mauern werden errichtet, wenn das Trennende wichtiger wird als das Gemeinsame. 

Mit dem Tag der deutschen Vielheit setzen wir dem eine andere Vorstellung von Zusammenleben entgegen: eine Einheit in Vielfalt. Eine „Republic of Diversity“, in der Unterschiedlichkeit nicht als Bedrohung, sondern als Teil unseres gemeinsamen Lebens verstanden wird – ohne dabei reale Probleme und Konflikte zu leugnen. 

Wir feiern den 3. Oktober deshalb als Fest der Begegnung und der vielen Kulturen, Perspektiven und Geschichten, die dieses Land prägen. Nicht vor allem mit großen Debatten, sondern gemeinsam: mit Musik, Tanz, Kunst, Gesprächen und gutem Essen. 

Ein Tag für die deutsche Vielheit. 
 

„Jene Humanität, jene allgemeine Menschenverbrüderung, jenen Kosmopolitismus, dem unsere großen Geister, Lessing, Herder, Schiller, Goethe, Jean Paul […] immer gehuldigt haben.“

— Heinrich Heine 
 

Der Eintritt ist kostenlos. 

Das Programm:

Ab 14:30 Uhr: Einlass 
 

15:00 Uhr: zeitgenössische Klänge, experimentelle Elemente und traditionelle Musikstile mit dem Palimpsest Orchester und dem Fem Hinterhofchor, Dirigent: Kemal Dinç
 

15:30 Uhr: Podiums-Gespräch zum Thema „Vorurteile“ mit: 

  • Phyllis Quartey, Fachkraft für Diversity Management, Autorin und Poetin 

  • Joud Nahhas, deutsch-syrische Sozial- und Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf politischer Ökonomie, gesellschaftlichem Wandel und der MENA-Region 

  • Josefine Luka Simonsen, Tänzer:in, Performer:in und Mitbegründer:in des Netzwerk Nachwendekinder 

  • Said Boluri, iranischer Autor, freier Journalist und Sozialwissenschaftler 

  • Moderation: Lina Haj Omar und Ann-Kathrin Allekotte


16:45 Uhr: orientalische Klänge, Flamenco und Jazz mit BIKAR - Derwisch-Tanz trifft auf Lyrik mit den Mitgliedern des Theaterensembles Mohammad Saado Kharouf und Marie Schulte-Werning 


ca. 17:30 Uhr: Neo-Soul-Klänge, Gesang und Real-Talk-Rap mit Mayak'el 
 

18:15 Uhr: Konzert-Auftakt mit Marie Schulte-Werning (Gesang). Anschließend Konzert mit Teilnehmer:innen von Müzik Köyü Ruhrgebiet, ein Konzertprojekt, das Musiker:innen, Sänger:innen und Musikbegeisterte aus unterschiedlichen Genres und mit unterschiedlichen Stimmen, Klängen und Instrumenten zusammenbringt (mit Lale Koçgün, Kemal Dinç, Özlem Bulut, Ali Rıza Albayrak, Zilan Hasret und Nihat Iman, Workshopleiter Müzik Köyü) 


Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Unsere Theaterbar ist geöffnet und wir verkaufen Torte und Baklava zum kleinen Preis!

Informationen

Ort

Theater an der Ruhr
Akazienallee 61
45478 Mülheim an der Ruhr