Leben des Galilei
Von Bertolt Brecht, mit Musik von Hanns Eisler und Mauro Martinuz
Regie: Simone Derai
Ein Stück wie ein Thriller über die bedrohliche Kraft der Erkenntnis, die gnadenlose Verteidigung der Macht, Wahrheit und Lüge, Leidenschaft und Angst
Der Fall Galilei veränderte alles! Seine Erkenntnisse: eine Revolution, an die niemals geglaubt werden sollte. Die angeblich gottgegebene Ordnung stand infrage. Das Chaos musste um jeden Preis verhindert werden.
Im Italien des 17. Jahrhunderts beweist Galilei die Theorie, dass nicht die Sonne um die Erde kreist, schwört ihr jedoch aus Angst ab, als ihm die Inquisition mit Folter droht. Anstelle eines Helden zeigt Brecht einen widersprüchlichen Mann, der von materiellem Interesse, Angst und dem Durst nach Wahrheit getrieben wird und der mit seiner Entscheidung den gesellschaftlichen Fortschritt sowie seine Freunde und Schüler verrät.
Galileis Widerruf kann für Brecht „als die ‚Erbsünde‘ der modernen Naturwissenschaften betrachtet werden“. Die Naturwissenschaften verloren ihren revolutionären sozialen Charakter und „kamen nie mehr in solche Nähe zum Volk“.
Im Anschluss an die beiden Vorstellungen laden wir zum Sternegucken ein! Beim Blick durchs Teleskop erfahren wir von einem Astronomen der Sternwarte Bochum etwas über die himmlische Ordnung, die sich im chaotischen Sternenhimmel verbirgt.
Informationen
Premiere
27.11.2026
Ort
Theater an der Ruhr
Akazienallee 61
45478 Mülheim an der Ruhr
Besetzung
Team
- Simone Derai
Regie - Mauro Martinuz
Musik - Merle Louise Spangenberg
Regieassistenz - Paola Barbon
Dramaturgie