• EN

Circus Oresteia (UA)

Or a few more notes on the very famous myth of the verschwendungszusammenhang
 
Thomas Köck nach Aischylos  
Regie: Philipp Preuss
Open Air-Bühne im Raffelbergpark

Ein Fluch beherrscht die Menschen: Gier. Unserer Sucht nach Erdöl fällt alles zum Opfer. König Agamemnon und sein Heer ziehen auf der Suche nach immer weiteren Energiequellen kriegstreibend durch die Welt und dringen auf der Suche nach Öl immer tiefer in den Leib von Gaia, der lebenspendenden Erdgöttin, ein. Mittlerweile brennen alle Gärten der Artemis. Die Tochter Iphigenie – eine Art Greta Thunberg der antiken Ägäis – ist von ihrem Vater in den Flammen seines Kriegsbrands geopfert worden und irrt seitdem als mahnender Schatten umher. Als Agamemnon ohne das Kind zurückkehrt, greift ihre Mutter Klytaimnästra zur Waffe. Auch Kassandra, die als seine Konkubine von ihm mitgeschleppt wurde, wird rächend hingerichtet. Sie hat zwar den großen Weltenbrand, der hier entfacht wurde, schon lange vorhergesehen. Doch wie immer hat niemand auf sie gehört – wer glaubt schon einer Frau? Nun ist es zu spät... Auch Elektra und Orest, die Vertreter der „letzten Generation“ in diesem Drama, erkennen, dass Mutter Klytaimnästra samt Lover keinen Deut besser ist als der Vater – denn Energie brauchen sie alle für ihre Macht. Die Rachegöttinnen stehen schon bereit. Blut fließt wie Öl. Gibt es noch ein Entrinnen aus diesem Fluch? Was könnte dicker sein als Blut und Öl und uns erlösen aus der ewigen Kreislaufwirtschaft der Gewalt?

 

Der bekannte Dramatiker Thomas Köck nimmt sich in seiner Überschreibung Circus Oresteia der antiken Tragödientrilogie der Orestie an und fragt darin ganz unverhohlen nach unser aller Schuld. Philipp Preuss inszeniert diesen altbekannten und dennoch neuen Mythos vom „Verschwendungszusammenhang“ auf der Open Air Bühne im Raffelbergpark.

Lesen Sie hier ein Interview mit Regisseur Philipp Preuss zum Stück bei Trailer Ruhr.

 

Im Anschluss an die Vorstellung am 03. Juli, laden wir Sie herzlich zur Premierenparty mit DJ Moritz Ridder ein.

 

Diese Veranstaltung gehört zum Hauptprogramm.

Mit einem Ticket für das Hauptprogramm können Sie das Rahmenprogramm an diesem Tag kostenfrei genießen!

Informationen

Premiere

03.07.2026

Ort

Open-Air
Raffelbergpark
45478 Mülheim an der Ruhr

Besetzung

Team

Pressestimmem

„Großartige, mitreißende Bilder. Begleitet wird das alles von großartiger Musik, der Band "The Erinyes" von Kornelius Heidebrecht: treibende, melancholisch-betörende Düsternis (…)“

„Dann aber auch wieder so großartig in seiner Musikalität, seinen mitreißenden Bildern, der so treffend formulierten Trauer und Wut, da mitten im lauschigen Parkgrün, das bald vertrocknet sein wird. Ein Abend, der das Dilemma der Welt auf den Punkt bringt.“

Dorothea Marcus, nachtkritik

 

„Und das Spiel mit Licht und digitalen Bildern gibt am Ende dieser „Circus Oresteia“ durch das spielfreudige und auch humorvoll agierende Ensemble fremden Wesen eine Stimme. Und somit entsteht in dieser Menschheitstragödie ein Hauch von Hoffnung: auf eine Welt von Fantasie und Empathie statt Gier. Natur und Kultur verbinden sich in diesem Freilichttheater schließlich zu einer Art Happy End.“

Detlev Baur, Die Deutsche Bühne

 

„Der Abend bringt meisterhaft das Klimakrisendilemma auf den Punkt (…) ein großer, aufrüttelnder Theaterabend.“

Dorothea Marcus, Deutschlandfunk

 

„Spektakuläre Geschichte (…) im Raffelbergpark“

„Das Ensemble des Theater an der Ruhr holt mit einer riesigen Spielenergie alles mögliche raus (…)“

Stefan Keim, Deutschlandfunk Kultur

 

„Mülheimer Ensemble überzeugt mit ausdrucksstarkem Spiel“

Andrea Müller, WAZ

 

„Ein starker Abend“
Klaus Stübler, Ruhrnachrichten

Weitere Stücke während UTOPIE 3

Über die Dörfer

Peter Handke

Regie: Roberto Ciulli

Wie Küsse, wie Schnee. Die Zukunft vorbereiten. (UA)

Zu den Lobgesängen der Hildegard von Bingen

Regie: Anagoor

Everybody Dance Now #mülheim (UA)

Tanzperformance für eine neue Verbundenheit

Nir de Volff & TOTAL BRUTAL