Passione Assoluta
Im Rausch der italienischen Oper
Astrid Menéndez
Foto: Knut Wolfgang Maron
Liebesrausch und Blutrausch, das sind die zentralen Themen ‒ nicht nur, aber vor allem – der italienischen Oper. Es geht in ihr beinahe nie um Geringeres als um Sein oder Nichtsein. Im Zentrum steht die ewige Suche, die unbändige Sucht nach immerwährender Sehnsucht, nach Sinn und Sinnlosigkeit im Rausch der Sinne. Nichts repräsentiert in gleichem Maße die untrennbare Absolutheit von Lebenshunger, Liebessehnsucht und Todestrieb – passione e sofferenza, Leidenschaft und Leiden. Nur in den Texten und der Musik der italienischen Oper, so ist die Sopranistin Astrid Kropp-Menéndez überzeugt, sind Lust und Verlust, das Sehnen nach totaler Erfüllung so tief sinnlich erfahrbar. Mit einer Auswahl von Arien von Puccini, Catalani, Bellini, Verdi und Giordano lässt sie uns an diesem Taumel der Gefühle teilhaben. Begleitet wird sie am Klavier von Juriko Akimoto.
Astrid Kropp-Menéndez wurde an der Hochschule für Musik Detmold zur Opernsängerin ausgebildet. Ergänzend nahm sie Schauspielunterricht. Ihr Erstengagement als lyrischer Sopran erhielt sie in ihrer Heimatstadt Dortmund. Gastverträge führten sie u. a. an die Semperoper in Dresden, nach Leipzig, Mannheim und Düsseldorf. Unter der Intendanz von Stefan Soltesz gehörte sie dem Ensemble des Essener Aalto-Theaters an, wo sie 2010 für ihre Darstellung der Hilda Mack in Henzes „Elegie für junge Liebende“ von der Kritik zur Sängerin des Jahres gekürt wurde.
Juriko Akimoto erhielt als Jugendliche in ihrem Heimatland Japan Klavierunterricht bei dem tschechischen Pianisten Jan Horack. Nach Abschluss ihres Studiums an der Osaka University of Art 1988 gab sie mehrere Solokonzerte in Japan. Anschließend studierte sie an der Musikhochschule Hannover Klavier und Kammermusik sowie Dirigieren. Neben diversen Lehraufträgen an den Musikhochschulen Würzburg und Frankfurt leitete sie von 1991 bis 1994 den Würzburger Madrigalchor. Nach ersten Stationen am Stadttheater Hildesheim und am Opernstudio der Staatsoper Hamburg ist Juriko Akimoto seit 1997 als Solorepetitorin bei Theater und Philharmonie Essen tätig. Darüber hinaus tritt sie regelmäßig solistisch und mit Kammermusik-Ensembles auf.
Ort: Zelt im Park
Informationen
Ort
Raffelbergpark
Akazienallee 61
45478 Mülheim an der Ruhr