Shağaf / Singing Hearts (UA)
Versuch über rituelle Tranceerfahrungen der Liebe
Gemeinsam atmend, singend und tanzend feiern die Sufi-Gläubigen das Ritual der Hadra. Sie bewegen sich in Gemeinschaft zu den Rhythmen des Kosmos, auf den Wegen der Planeten und im Einklang mit Jahreszeiten und Lebensprozessen. Im Rausch tiefer Trance erfahren sie die Befreiung von den Grenzen des Ichs und das Einswerden mit dem Göttlichen als universelle Liebe. Shağaf – das arabische Wort für Liebe – besitzt Sprengkraft: Im Kontext des Sufismus ist sie nicht nur eine intensive Dimension religiöser Erfahrung, sondern auch ein widerständiges Element gegen Dogmatismus und Orthodoxie.
Im Zusammenwirken von Gesang, Tanz, Wort, Video und sufistisch geprägter Improvisationsmusik, kreiert Amal Omran eine moderne Hadra, als gemeinsame Erfahrung mit dem Publikum, um die individuelle wie universelle Macht voraussetzungsloser Liebe zu feiern.
Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Realisiert aus Mitteln des THEATERPREIS DES BUNDES.
Informationen
Premiere
Premiere: 03.11.2023
Dauer
ca. 90 Minuten
Ort
Theater an der Ruhr
Akazienallee 61
45478 Mülheim an der Ruhr
Team
- Amal Omran
Regie & Schauspiel - Ossama Mohammed
Supervision - Noma Omran
Komposition, Gesang und Performance - Rupert J. Seidl
Übersetzung & Schauspiel - Muhammad Tamim
Tanz & Rhythmus - Dijana Brnić
Regieassistenz - Jochen Jahncke
Licht - Uwe Muschinski
Ton - Karakib
Vermittlung
Einführung Shağaf / Singing Hearts (UA)
Dramaturgin Constanze Fröhlich im Gesrpäch mit Regisseurin Amal Omran und Schauspieler Rupert J. Seidl.
- CBplayer 1.7.0
Stimmen
WAZ, Andrea Müller
„Eine großartige Sängerin mit glasklarer und äußerst wandelbarer Stimme steht im Mittelpunkt der rund einstündigen Performance: Noma Omrans beeindruckender Gesang wird von Minute zu Minute immer eindringlicher. [...] Das Publikum ist sehr angetan von dieser interessanten, spirituellen Reise“
Deutschlandfunk TAG FÜR TAG, Dorothea Marcus
„Einswerden mit dem anderen in Trance, in einer Art universellen Liebe [...] - auch wenn das von außen pathetisch klingt, wirkt es auf der Bühne beeindruckend wahrhaftig“