Gespräch mit Kathrin Röggla
Eintritt frei
Ein Gespräch mit der Autorin Kathrin Röggla über die Hintergründe und Besonderheiten ihres Theatertextes „Kein Plan (Kafkas Handy)“ mit Textintervention des Ensembles.
Das Theater an der Ruhr hat die renommierte Autorin Kathrin Röggla damit beauftragt, ein Stück für die GEHEIMNIS-Spielzeit zu schreiben. Ausgangspunkt war die Überlegung, zum Kafka-Jubiläum 2024 einen Text zu schreiben, der Bezug nimmt auf die beängstigend-verrätselten Welten aus Kafkas literarischem Werk. Herausgekommen ist ein Theatertext, der „das Kafkaeske“ in beunruhigender Weise in unserer gesellschaftspolitischen Gegenwart aufspürt. Röggla lässt hier unter anderem Beobachtungen aus den „Reichsbürger“-Prozessen einfließen, denen sie beigewohnt hat.
„Theatrales Roadmovie. Alles kein Kinderspiel. Wir befinden uns in der verkehrten Welt, die uns längst real begleitet.“
Kathrin Röggla wurde 1971 in Salzburg geboren und ist seit 1988 aktiv in der literarischen Öffentlichkeit. Ihr umfangreiches Werk, das u.a. Romane, Theaterstücke und Radioarbeiten umfasst, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seit 2012 ist sie Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, deren Vizepräsidentin sie von 2015 bis 2024 war. Sie gehört außerdem der Akademie für Sprache und Dichtung und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste an. Seit 2020 ist sie Professorin an die Kunsthochschule für Medien in Köln für „Literarisches Schreiben“. Ihr letzter, 2023 bei S. Fischer erschienener Text „Laufendes Verfahren“ handelt von den NSU-Prozessen.