Die Saat des heiligen Feigenbaums / دانهی انجیر معابد
Regie: Mohammad Rasoulof
Filmvorführung - Eintritt frei
„Der Film besitzt eine Wucht und eine Wahrhaftigkeit. Es ist ein Film, an den man sich erinnern wird als einen, der Geschichte geschrieben hat – und zwar nicht nur iranische.“ – kino-zeit.de
Inhalt
Iman ist gerade zum Untersuchungsrichter am Revolutionsgericht in Teheran befördert worden, als nach dem Tod einer jungen Frau eine riesige Protestbewegung das Land ergreift. Obwohl die Demonstrationen zunehmen und der Staat mit immer härteren Maßnahmen durchgreift, entscheidet sich Iman für die Seite des Regimes und bringt damit das Gleichgewicht seiner Familie ins Wanken. Während der strenggläubige Familienvater mit der psychischen Belastung durch seinen neuen Job zu kämpfen hat, sind seine Töchter Rezvan und Sana von den Ereignissen schockiert und elektrisiert. Seine Frau Najmeh wiederum versucht verzweifelt, alle zusammenzuhalten. Dann stellt Iman fest, dass seine Dienstwaffe verschwunden ist, und er verdächtigt seine Familie…
Auf Farsi mit deutschen Untertiteln.
Deutschland, Frankreich, Iran, 2024
Lauflänge: 167 Min.
Team
Regie & Drehbuch: Mohammad Rasoulof
Kamera: Pooyan Aghababaei
Schnitt: Andrew Bird
Musik: Karzan Mahmood
Sounddesign: Philipp Kemptner
Soundaufnahme: Hassan Shabankareh
Szenenbild: Amir Panahifar
Maskenbild: Mahmoud Dehghani
Produktion: Mohammad Rasoulof Amin Sadraei Jean-Christophe Simon Mani Tilgner Rozita Hendijanian
Mohammad Rasoulof ist ein unabhängiger iranischer Filmemacher, der acht Spielfilme gedreht und zahlreiche renommierte Auszeichnungen erhalten hat, darunter den Un Certain Regard-Preis bei den Filmfestspielen von Cannes für „A Man of Integrity“ (2017), den Goldenen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin für „There Is No Evil“ (2020), den Preis für die beste Regie in der Sektion Un Certain Regard in Cannes für „Goodbye“ (2011) und den FIPRESCI-Preis in der Sektion Un Certain Regard in Cannes für „Manuscripts Don't Burn“ (2013).
Obwohl seine Filme international große Anerkennung gefunden haben, wurde aufgrund der Zensur keiner von ihnen im Iran gezeigt. Im Laufe der Jahre hat er unter dem Druck und der Unterdrückung durch die iranischen Behörden verschiedene gerichtliche Strafen erduldet, darunter auch Gefängsnisstrafen. Sein jüngster Film, „The Seed of the Sacred Fig“ (2024), war international erfolgreich, gewann den Spezialpreis der Jury in Cannes und erhielt Nominierungen für den Oscar, den Golden Globe, den BAFTA, den César und den Europäischen Filmpreis.
Besetzung
Misagh Zare
als Iman
MISAGH ZARE wurde 1981 geboren und arbeitet seit 2006 als professioneller Schauspieler, vornehmlich in iranischen Filmen und Serien, aber er war auch an deutschen, russischen und australischen Produktionen beteiligt. Mit Mohammad Rasoulof arbeitete er zuvor bei A MAN OF INTEGRITY (2017) zusammen. Zu seinen weiteren Arbeiten zählen TEHROUN (2009), ASABANI NISTAM! (2014), JAVDANEGI (2016), HOMELESS (2020) und KILLING THE EUNUCH KHAN (2021) sowie Serien wie „Rah-e Toolani“ und „Molkavan“.
Soheila Golestani
als Najmeh
SOHEILA GOLESTANI, geboren 1980, ist Schauspielerin und Regisseurin, und seit Mitte der Nullerjahre professionell tätig. Man sah sie in Filmen wie MIHMAN DARIM (2014), SHAB BIRON (2014), EMROOZ (2014), BUFFALO (2015), GORG BAZI (2018) und TWO DOGS (2021). Mit dem Film TWO gab sie 2015 nach eigenem Drehbuch ihr Debüt als Regisseurin.
Mahsa Rostami
als Rezvan
MAHSA ROSTAMI gibt in DIE SAAT DES HEILIGEN FEIGENBAUMS ihr Debüt als professionelle Schauspielerin.
Setareh Maleki
als Sana
SETAREH MALEKI konnte vor DIE SAAT DES HEILIGEN FEIGENBAUMS bereits Erfahrung als Schauspielerin sammeln, in dem Film CAFE und davor in der Miniserie „Happiness“, in der sie 15 Folgen lang vor der Kamera stand.
Eine Produktion von Run Way Pictures (Deutschland) in Koproduktion mit Parallel45 (Frankreich) und Arte France Cinema, unter der Beteiligung von Arte France, in Zusammenarbeit mit Films Boutique
Mit Unterstützung von MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, L’aide aux cinémas du monde, Centre national du cinéma et de l’image animée und dem Institut Français.
Informationen
Ort
Theater an der Ruhr
Akazienallee 61
45478 Mülheim an der Ruhr