Zuhören
Ein Manifesta 16+ Beitrag von Makroscope, Ruhrorter und dem Theater an der Ruhr
Foto: Ole Kristian Heyer
Mit dem Projekt Zuhören entwickeln das soziokulturelle Kunsthaus Makroscope, die Gruppe Ruhrorter sowie das Theater an der Ruhr ein Kooperationsprojekt. Ein partizipatives Klang- und Begegnungsformat, das auf die zunehmende Schließung kirchlicher Gemeinschaftsräume reagiert und nach Verlusten und utopischen Chancen darin fragt. Das Projekt findet im Kontext des Programms der nomadischen Kunst- und Architekturbiennale Manifesta 16+ statt.
Ausgangspunkt ist die Aufgabe von St. Engelbert durch die Gemeinde in Mülheim-Eppinghofen. Für eine Übergangszeit wird die Arbeiter:innenkirche, die Neogotik mit gestalterischen Prinzipien des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg vereint, zu einem Ort, an dem Zuhören als soziale Praxis explizit wird. Auf die Frage nach zukünftigen Nutzungsweisen folgen erschwerende Gründe: Einsamkeit, die finanziell angespannte Lage der Stadt, die Alterung der Gesellschaft. Damit einher gehen aber auch Wünsche nach alten und neuen Formen von Gemeinschaft, geteilter Fürsorge und kollektiver Imagination. Mittels Interviews, Field-Recordings und Chorgesängen geht das Projekt all dem nach und bringt an fünf Tagen im Juli ein lebendiges Stimmenarchiv in der Kirche zur Aufführung. So entsteht ein Resonanzraum, der sich aus den Stimmen der Nachbar:innenschaft speist und das Zuhören als Voraussetzung für ein gemeinsames Sprechen modellhaft erfahrbar macht.
Der Eintritt zu allen Manifesta-Orten ist frei.
Veranstaltungsort ist die Kirche St. Engelbert in der Engelbertusstraße 47, 45473 Mülheim an der Ruhr.
Ein Projekt von Makroscope e.V., Theater an der Ruhr und RUHRORTER im Rahmen der Manifesta 16+ mit freundlicher Unterstützung von Freunde des Theater an der Ruhr e.V..
Informationen
Ort
St. Engelbert
Engelbertusstr. 47
45473 Mülheim an der Ruhr