International
Das Theater an der Ruhr wurde 1980 gegründet. Die internationale Arbeit gehört von Anfang an zum Kern des Hauses, nicht als Programmpunkt, sondern als Haltung. Inzwischen war das Ensemble in mehr als 50 Ländern zu Gast.
Als erstes deutsches Ensemble erkannte das Theater an der Ruhr bereits Anfang der 1980er Jahre den Wert eines internationalen Dialogs und lebt ihn seitdem kontinuierlich. Die Überzeugung dahinter: Theater spricht eine universelle Sprache.
Pionierarbeit auf Reisen
Vieles, was heute selbstverständlich erscheint, war damals ein erstes Mal. 1983 folgte die erste internationale Einladung zum BITEF in Belgrad, wo das Theater für die beste künstlerische Gesamtleistung ausgezeichnet wurde. 1989 realisierte das Theater an der Ruhr als erstes bundesdeutsches Haus eine Premiere im Ausland (Ljubljana). 1994 entstand die erste Koproduktion zwischen einem deutschen Theater und dem Staatstheater der Türkei. 1998 nahm das Ensemble als erstes deutsches Theater seit der Islamischen Revolution am Festival Fadjr in Teheran teil.
Kooperationen & Beziehungen
Diese Arbeit lebt von Kontinuität. Aus Einladungen werden Partnerschaften, aus Partnerschaften entstehen Produktionen, die ohne langjährige Beziehungen nicht möglich wären. Workshops, Publikumsgespräche und gemeinsame Arbeitsprozesse mit internationalen Ensembles erweitern diesen Austausch. Das Theater an der Ruhr arbeitet heute intensiv mit internationalen Netzwerken wie Collective Ma‘Louba und House of Anagoor zusammen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Künstler:innen aus Istanbul und der dortigen Theaterszene. Das Theater an der Ruhr versteht sich dabei als Ort der Kontinuität, der Sichtbarkeit und der gemeinsamen künstlerischen Entwicklung. Die Reihe Szene Istanbul macht dies durch regelmäßige Gastspiele türkisch- und kurdischsprachiger Produktionen erlebbar.
Das Theater an der Ruhr versteht sich als mehrsprachiger Diskursraum und als Ort, an dem künstlerische und gesellschaftliche Fragen zusammenkommen.