Making the Story
Ukrainische Fixer im Krieg
Thementag Ukraine
In zehn Szenen lässt Futur3 eine ganze Reihe von Fixerinnen und Fixern ebenso wie eine Reihe von Journalistinnen und Journalisten von ihrer Arbeit berichten. So entsteht ein komplexes Geflecht von Berichten, das einen hinter die Kulissen der Nachrichten blicken lässt, die seit dem 24. Februar 2022 im Fernsehen und in den Zeitungen erschienen sind.
Sascha Westphal – nachtkritik
Sie sind das Scharnier zwischen der internationalen Presse und der ukrainischen Bevölkerung – die sogenannten Fixer:innen. Sie organisieren Reisen, kennen die kulturellen Codes, schätzen die Gefahrenlage ein, übersetzen Gespräche und stellen Kontakt zu Betroffenen des Kriegsgeschehens her. Was treibt sie trotz der gefährlichen „Frontline-Erfahrung“ an, den nächsten Job anzunehmen?
Grundlage der Stückentwicklung bilden eine Reise in die Ukraine und Interviews mit Fixer:innen und Journalist:innen. Sie verbindet eine besondere Beziehung und gleichzeitig haben sie unterschiedliche Perspektiven auf die Produktion und Inszenierung von Geschichten. Sichtbar wird das gerade auch in den USA, wo eine Familie den TV-Sender Fox News verklagt. Ihre Tochter war, während sie das Team des Senders als Fixerin in der Ukraine begleitete, durch eine russische Rakete getötet worden.
Basierend auf Erfahrungsberichten widmet sich das Kölner Kollektiv Futur3 einem Berufsfeld, das in der Berichterstattung häufig ungesehen bleibt, und untersucht Fragen rund um Arbeitsethos, Sicherheitsaspekte, Wertschätzung und postkoloniale Strukturen.
Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Köln und Freihandelszone–Ensemblenetzwerk Köln e.V. entstanden.
Auf Deutsch mit ukrainischen und englischen Übertiteln.
Das Theaterstück findet auf der Probebühne 2 des Theater an der Ruhr, Ruhrorter Straße 108–110, statt.
Making the Story – українські фіксер(к)и на війні
Театр Futur3 спільно з театром Schauspiel Köln та Freihandelszone–Ensemblenetzwerk Köln .
Вистава йде з українськими субтитрами.
Вони стали сполучною ланкою між міжнародною пресою та українським суспільством – їх називають фіксер(к)ами. Вони організовують поїздки, розпізнають культурні коди, оцінюють ступінь небезпеки, перекладають, влаштовують зустрічі з постраждалими внаслідок війни. Що спонукає їх знову і знову братися до цієї роботи попри вже пережитий небезпечний «досвід фронту»? Ця вистава базується на поїздці до України та численних інтерв’ю з фіксер(к)ами та журналіст(к)ами. Цих людей поєднує особливий досвід, і водночас вони мають різні погляди на створення і подачу історій. Особливого розголосу отримав судовий процес в США, де сім'я загиблої від російського снаряду молодої фіксерки подала до суду на телеканал Fox News, команду котрого дівчина супроводжувала в Україні.
Опираючись на особисті свідчення, театр Futur3 звертається до сфери професійної діяльності, яка часто залишається невидимою у висвітленні подій в засобах масової комунікації, і досліджує питання професійної етики, аспекти безпеки, визнання та постколоніальних структур.
Performance:
André Erlen, Anja Jazeschann, Stefan H. Kraft
Live Music:
Jörg Ritzenhoff, Mariana Sadovska
Cast & Crew
Künstlerische Leitung: André Erlen / Stefan H. Kraft
Regie: André Erlen
Bühnen- und Szenenbild: Petra Maria
Kostümbild: Julie Wiesen
Lichtdesign: Boris Kahnert
Live-Sound und Musik: Jörg Ritzenhoff
Live-Stimme und Musik: Mariana Sadovska
Videodesign: Valerij Lisac
Dramaturgie: Lea Goebel
Regieassistenz: Silvana Mammone
Übersetzung: Katharina S. Speelmanns
Künstlerische Mitarbeit: Pavlo Yurow
Overhead-Management: Theresa Heussen
Tourmanagement: Anja Deviatko
Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturamt der Stadt Köln, Kunststiftung NRW
Informationen
Ort
Probebühne Ruhrorter Straße
Ruhrorter Str. 108–110
45478 Mülheim an der Ruhr
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